Die als JetstreamDB gestartete Java-Data-Storage Lösung wurde umbenannt und heißt jetzt MicroStream. Obwohl die Technologie bereits ausgereift und robust ist und seit über fünf Jahren von namhaften Unternehmen in großen Projekten erfolgreich eingesetzt wird, befindet sich MicroStream offiziell noch immer im Betastadium. Und obwohl seitens der Java Community ein großes Interesse an MicroStream besteht, hat der Hersteller mit dem offiziellen Produkt-Launch offenbar keine Eile. Und dafür gibt es einen triftige Gründe.

MicroStream ist ein völlig neuer Ansatz zur Datenspeicherung in Java – eine NoSQL Datenbank ist es aber nicht. Mit MicroStream lassen sich beliebige Java Objekte erstmals nativ speichern und laden – aber eine Objekt- oder Graphdatenbank ist es nicht. Mit MicroStream entwickelte Anwendungen sind Java In-Memrory Applikationen – aber eine In-Memory Datenbank oder Data-Grid ist MicroStream nicht. Das Rätsel weckt Erinnerungen an das Aschenputtel.

Um MicroStream als Produkt bestmöglich und gezielt im Markt zu positionieren, hat der Hersteller erst einmal den Kontakt zur Java Community gesucht und sich mit vielen Entwicklern unterhalten. Seit der ersten offiziellen Vorstellung auf der Java Community Konferenz JCON 2017 sind mittlerweile fast zwei Jahre vergangen. Inzwischen hat sich nun herauskristallisiert, dass MicroStream ganz besonders gut in modernen Microservice-Architekturen funktioniert, während schwergewichtige monolithische Datenbank-Server – egal ob RDBMS oder NoSQL-DBMS – eher nicht so gut zu Microservices passen. MicroStream als sehr leichtgewichtige Java API, die man via Maven in jedes Java-Projekt einbinden kann, ist dagegen geradezu prädestiniert als Persistenz-Lösung für Microservices, insbesondere auf Basis von Eclipse MicroProfile. Mit MicroStream wurde jetzt auch ein passender Name für das Projekt gefunden und in Kürze soll MicroStream 1.0 als Final Release frei gegeben werden. MicroSteram ist völlig frei verfügbar unter www.microstream.one.

 

Markus Kett


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